Trend-Stacking: Was du von Uber und Tinder lernen kannst


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Trend-Stacking: Was du von Uber und Tinder lernen kannst

(Foto: Shutterstock)

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Tinder und Uber zeigen, dass effektiver Markenaufbau über trendige Geschichten funktioniert. Hier erfahrt ihr, was genau hinter Trend-Stacking steckt.

Beide haben über 50 Millionen Nutzer, sind in weniger als zehn Jahren zu Multimilliarden-Unternehmen herangewachsen und beide treffen den Nerv der Zeit und machen Schluss mit alten Konventionen.

Bei beiden Unternehmen ist der Erfolg auf einem Konzept begründet, von dem sich jeder eine Menge abschauen kann – Stichwort Trend-Stacking. Trend-Stacking bedeutet, neue Entwicklungen miteinander zu kombinieren und so eine Lösung zu schaffen, die für ein allgemeines Problem als die aktuell beste gilt. Tinder kombiniert direkt vier Trends miteinander:

  1. Das Internet als Suchmaschine für den Lebensabschnittgefährten oder sogar Lebenspartner nutzen zu wollen.
  2. Der Drang, alles mit dem Smartphone machen zu wollen (3,25 Stunden täglich verbringen wir mit dem Handy laut einer Umfrage der Krankenversicherungen).
  3. Der Zeitmangel, der immer größer wird. Deswegen wird nach Möglichkeiten gesucht, möglichst viel Zeit zu sparen (nebenher im Smartphone auf der Couch vor dem Fernseher, anstatt einen ganzen Abend in der Bar).
  4. Die Steigende Oberflächlichkeit durch soziale Medien, die übersät sind mit retuschierten Bildern.

Während unsere Eltern sich noch in einer Bar oder einem Club kennengelernt haben, zeigt eine Studie des Digitalverbandes Bitkom, dass jeder Zweite heute an die große Liebe im Internet glaubt – und das schon im Alter von 14 Jahren! Mit Tinder ist es möglich, auf der Couch sitzend vor dem Fernseher seine Traumfrau oder seinen Traummann zu finden. Und der Erfolg gibt der App, die 57 Millionen Nutzer auf der ganzen Welt miteinander verkuppelt, recht: 1,6 Milliarden Mal wird täglich „geswiped“.

Und wie sieht es bei Uber aus? Uber setzt auf drei Entwicklungen, die dazu führen, dass 15 Millionen Fahrten täglich über die App abgeschlossen werden:

  1. Immer alles mit dem Smartphone zu machen – schnell, an jedem Ort und zu jeder Zeit.
  2. Telefonate vermeiden zu wollen, weshalb Voice-Nachrichten, SMS und direkte Bestellungen immer beliebter werden (vgl. auch Oneclick Buy bei Amazon).
  3. Zeitersparnis ohne Umwege durch den direkten Kontakt (wie beispielsweise die direkte Kommunikation über die App mit dem Fahrer, anstatt mit einer Taxizentrale sprechen zu müssen).

Beide Firmen brechen damit alte Konventionen auf und revolutionieren diese – jeder auf seine Art und Weise.

Tinder nimmt die Einstiegshürde beim Flirten und erleichtert die erste Ansprache

Ganz bequem von zu Hause oder jedem anderen Ort der Welt. Der Überraschungseffekt kann allerdings groß sein beim ersten persönlichen Date. Denn häufig entscheidet der erste Eindruck beim Blick auf das Vorschaubild einer Person. Jegliche Werte, Einstellungen und Charakterzüge werden in der Sekunde der Entscheidung wohl weniger stark ins Gewicht fallen. Es kommt daher auch beim ersten Treffen oft zu einer Überraschung, wenn das Date aufs Aussehen reduziert ist und die Filter im realen Leben nicht funktionieren.

Uber erleichtert uns die Fortbewegung

In Deutschland bisher in den Städten München und Berlin vertreten, ermöglicht Uber eine direkte und schnelle Kommunikation mit den Fahrern und spart wertvolle Zeit. Die Nutzung des Dienstes gestaltet sich um einiges einfacher als die klassische Taxizentrale, da in Sekundenschnelle alle möglichen Fahrer in der Umgebung abgerufen werden, sodass meist binnen fünf Minuten ein Fahrer am Ortungssignal angekommen ist. Außerdem kann der Dienst ohne große Hürden und mit entsprechender Fortbildung selbst angeboten werden.

Beide Apps haben eine Lösung für Probleme unserer Zeit entwickelt, die sogar kostenfrei angeboten werden kann. Gary Vee sagte mal: „Die Person, die den meisten Wert bringt, gewinnt.“ Und es zeigt sich, dass am Ende diejenigen die großen Gewinner sind, die dem Kunden am nächsten sind, und es verstanden haben, die Bedürfnisse auch zu stillen.

Welche Lehren für uns oder unser Business können wir daraus ziehen?

  1. Achte auf Trends und die neuesten Entwicklungen in den sozialen Medien
    Achte darauf, was um dich herum passiert und überlege dir genau, welche Themen für dich und dein Unternehmen von Bedeutung sein könnten. Wenn du etwas siehst, das dein Business voranbringt, dann ergreife die Chance und schiebe es nicht auf die lange Bank – sonst ist der Trend verpasst.
  2. Verstehe die Probleme deiner Zielgruppe
    Lerne deine Zielgruppe genau kennen, setze dich mit den Problemen gezielt auseinander und verstehe sie auch als solche. Denn nur, wenn du ein Problem genau kennst, bist du in der Lage, mit deinem Unternehmen die bestmögliche Lösung für das Problem anbieten zu können.
  3. Halte nicht an bestehenden Konventionen fest
    Nicht weil etwas schon immer gut war, ist es weiterhin die beste Lösung für deine Kunden. Um neue Wege gehen zu können, ist es hin und wieder notwendig, sich von Konventionen zu lösen und andere Themen miteinander zu kombinieren. Dadurch lassen sich neue Ideen generieren und Innovationen können entstehen.

Torben Platzer


Torben Platzer

ist Co-Founder der Medienagentur TPA Media GmbH, die spezialisiert ist auf das Personal Branding namhafter Unternehmerpersönlichkeiten und -marken. Wichtig sind ihm die Themen Bildung und Unternehmertum, für die er sich auch über sein Unternehmen

SELFMADE

stark macht.

 

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